Hempel sucht passendes Gegenstück

Ingo fragt:

Hallo….
ich hätte eine kurze Frage…: Ich suche einen deutschen Familiennamen, der eher das Gegenteil von dem bekannten Namen ‚Hempel‚ aussagt. Also nicht wie bei Hempels unterm Sofa sondern: ‚Ordentlich, korrekt, super gebildet…. typisch deutsch… wie bei ???‘.
Ich würde mich über einen Tipp freuen, wenn es denn da einen gibt…
So typisch deutsch sind ja Maier, Schulze und Schmidt. Aber sagen die das aus???
Also, falls es das klassische Gegenteil der Familie Hempel gibt freue ich mich auf Antwort….
Danke und Viele Grüße Ingo

Tja, lieber Ingo, ich fürchte, ich muss passen. Zu ordentlich fällt mir nur ordentlich in der Patsche sitzen ein. Bei korrekt denke ich an politisch korrekt und bei gebildet an eingebildete Affen.

Mit den Nachnamen kommen wir vielleicht einen Schritt weiter: Immerhin gibt es ja den Schlaumeier. Aber das stellt dich vermutlich auch nicht zufrieden. Daher mein Aufruf an alle Lesenden: Könnt ihr helfen? Kommentare gern unter dem Artikel oder hier bei Facebook.

Heute schon eruktiert?

Baby-BäuerchenBei Säuglingen nach dem Essen unbedingt erwünscht, bei Erwachsenen verpönt: Rülpsen. Mediziner bezeichnen das – stille oder laute – Aufstoßen als Ructus, Efflation oder Eruktation. In Nord- und Westdeutschland rülpsen die Menschen nicht nur, regionalsprachlich bölken sie auch. Weiterlesen

Eine ruhige Kugel schieben

Alle Neune!… solltet ihr bei dem heutigen Wetter. Zumindest lädt Hamburg an diesem Tag zu einem entspannten Tag im Freien ein.

Inspiration zu diesem Artikel war die sinngemäße Nachricht einer Freundin, sie sei noch nicht ganz gesund und müsse deshalb eine ruhige Kugel schieben. Ich als Sprachfetischist bin gleich hellhörig geworden – außerdem habe ich diese Wendung lange Zeit nicht mehr gehört.

Für alle, die die Redewendung eine ruhige Kugel schieben nicht kennen, hier ein paar denkbare Synonyme: Weiterlesen

Wie sich Grinsekekse freuen – Honigkuchen für alle

Geht es euch auch so? Je länger ich mir das Wort Grinsekekse in der Überschrift ansehe, desto komischer sieht es aus. Grinsekeks ist ein Wort, das bestimmt nicht im Duden steht und welches ich gern benutze, um Menschen damit zu bezeichnen, die ständig ein Lächeln auf den Lippen haben. So wie ich. Es sei denn, ich bin nicht gut drauf.

Ihr merkt es schon, heute geht es um das Thema Freude. Dazu erreichte mich diese Frage:

Warum freuen wir uns wie ein Honigkuchenpferd? Weiterlesen

Glückwünsche und Erfolgsgesten

Wir drücken jemandem die Daumen, klopfen auf Holz, wünschen Hals- und Beinbruch und sagen toi toi toi. Inspiriert durch die Anfrage

Woher kommt eigentlich die Redewendung „Jemanden [richtig: „jemandem“] die Daumen drücken“?

soll es heute um Äußerungen gehen, die gemacht werden, um jemandem Glück, Gesundheit oder Erfolg zu wünschen. Weiterlesen

Ich krieg‘ gleich ’nen Föhn!

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Wer hatte zuerst einen Föhn?

Wenn ich sauer, emotional aufgewühlt oder wütend bin, krieg‘ ich ’nen Föhn. Ich bleibe mal bei dieser verkürzten Schreibweise, denn selten habe ich gehört, dass jemand sagt: Ich kriege (geschweige denn bekomme) gleich einen Föhn! Das klänge für mich eher nach einem geschenkten Haartrockner als nach Wut. Weiterlesen

Rubbel die Katz

Es gibt schöne Redewendungen und weniger schöne. Diese hier ist super. Zu verdanken habe ich das einer Freundin und Kommilitonin, die mich neulich mit großen Augen ansah, als ich sagte:

„Rubbel die Katz geht das!“

Sie sagte, sie habe es noch nie gehört und fragte mich, was es denn bedeute. Rubbel die Katz sage aus, dass etwas total schnell gehe, antwortete ich. Schon wuchs das Interesse in uns beiden, woher diese Wendung kommt. Die bildliche Vorstellung provoziert jedenfalls ein leichtes Schmunzeln. Rubbel die Katz kann übrigens auch eine Aufforderung zu schnellem Handeln sein. Weiterlesen

In your face!

„Hör ma, Digga! Wenn du nich sofort die Klappe hältst, gibt’s was auf die Zwölf! Pass auf, sonst setzt es was! Dann kannst du gleich dein Testament machen! Sieh zu, dass du Land gewinnst! Sonst kannst du bald ins Gras beißen!“

Na, na, wer wird denn gleich. Erst mal ganz tief durchatmen und zurücklehnen. Wer solch schöne Redewendungen nutzt, sollte doch auch ein wenig Ahnung davon haben, worüber er da eigentlich spricht. Jetzt wird sprachlich gerüstet für den Verbal-Fight. Also hinsetzen und zuhören, bitte! Weiterlesen