Wie wäre es mit kleinschreibung?

sms-textIn der privaten kommunikation per sms, whattsapp, facebook etc. ist es ja schon gang und gäbe. Doch was wäre, wenn wir nicht mehr alle substantive groß schreiben würden? Schließlich sind das deutsche (und seine varietäten) sowie das luxemburgische die einzigen sprachen, die eine konsequente großschreibung von substantiven verfolgen. In vielen anderen sprachen werden lediglich eigennamen und der satzanfang groß geschrieben. Ein argument, was immer wieder angebracht wird, ist die vereinfachte lesbarkeit. Doch ist das wirklich so? Ist es tatsächlich schwieriger, diesen text zu lesen und zu verstehen, als wenn ich alle substantive groß schreiben würde? Meine subjektive empfindung sagt mir, dass das nicht so ist. Und ich sehe zusätzlich ein paar vorteile, die sich dadurch ergeben würden.

Viele leute haben schwierigkeiten mit der substantivierung. Die hat es auch in sich, wie ich im folgenden absatz zeigen möchte. Um keine missverständnisse zu erzeugen, halte ich mich ab jetzt wieder an die korrekte Schreibweise mit Groß- und Kleinbuchstaben.

Kim wägt das Für und Wider der Groß- und Kleinschreibung ab. Mit vielen Ohs und Achs kommentiert sie es, wenn Menschen es nicht beherrschen. Sollte man sie abschaffen, gäbe es kein Zurück mehr, einen Schritt zurück gäbe es nicht. Manchmal fühlt sie sich wie von gestern, manchmal kennt sie kein Heute und kein Morgen. Dabei erscheint ihr ein Entweder-oder nur konsequent zu sein. Im Großen und Ganzen ist sie total unentschlossen. Würde sich die Welt als Ganzes verändern? Oder die ganze Welt? Zu überstürztes Handeln sollte man vielleicht vermeiden, das wäre vermutlich zum Verrücktwerden. Schließlich haben wir alle nach anderen Regeln Schreiben/schreiben gelernt. Zur Debatte steht also nun Großschreiben und Kleinschreiben. Mit Letzterem würden neue Probleme entstehen, aber auch alte verschwinden. Veränderungen bringen immer neue Schwierigkeiten mit sich, wie Rechtschreibreformen zeigen. Die letzte war 1996, wurde aber 2004 und 2006 überarbeitet. Etwas Einfaches müsste her! Wenn sich vieles/Vieles ändert, wird manches (Manches) davon schwieriger sein als anderes/Anderes und Verschiedenes (verschiedenes) an Problemen erzeugen. Des Weiteren könnte aber weniges/Weniges schon viel erleichtern. Kim ist wirklich durcheinander, denn Sprache ist nun mal ihr Ein und Alles! Diese sollte doch für alle und jeden leicht niederzuschreiben sein. Vor Kurzem/kurzem, dachte Kim noch, sie hätte alle Regeln verstanden, aber auch schon seit Längerem/längerem ist sie sich dabei nicht so richtig sicher. Immer wieder von Neuem/neuem schaut sie in die Grammatiken (die sie im Geschäft in bar bezahlt hat) und wird sich dadurch bewusst, dass sie bei Weitem/weitem nicht alles verstanden hat. Schon von klein auf holte sie Leute von nah und fern herbei, die ihr helfen könnten – vergeblich.

Puh. Ich bin jetzt total verwirrt. Solange wir also noch die Großschreibung im Deutschen pflegen, lautet mein Tipp: Entweder stupide die Regeln auswendig lernen oder Zweifelsfälle vermeiden.

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2 Kommentare zu “Wie wäre es mit kleinschreibung?

  1. Also ich finde es irgendwie „schwieriger“ den Text in kompletter Kleinschrift zu lesen, als wenn er korrekt geschrieben ist. 😀 Deshalb bin ich auch recht froh darum, hier in Deutschland die Groß- und Kleinschreibung zu haben… denn nur der Satzanfang oder Eigenname würde mich verwirren 😛 Aber das ist natürlich alles eine Frage der Gewohnheit 🙂

    Liebe Grüße
    Kathi

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