Dämlack und Co.

Als Reaktion auf den letzten Artikel kam diese Anfrage hereingeschneit:

[…] vom Grinsekeks zum Dämlack. Diesen Ausdruck habe ich auch vergeblich im Duden gesucht( ist sicher nicht die neueste Auflage!). Aber den Ausdruck habe ich früher schon mal gehört, auch unlängst in einem deutschen Fernsehfilm wurde er verwendet. Im allgemeinen soll er einen „Blödmann“ bezeichnen. Gelingt Dir eine Recherche? […]

dämlackIm Online-Duden dagegen habe ich die Bezeichnung Dämlack finden können. Umgangssprachlich wird so jemand genannt, der dumm oder dämlich ist oder sich so benimmt. Depp, Dummkopf, Narr oder Tölpel sind z. B. als Synonyme dort angegeben. Dämlack oder Dämelack gehen genau wie dämlich auf das Verb dämeln zurück. Dieses ist allerdings ein kaum schriftlich belegtes und eher im mittel- und niederdeutschen Sprachraum gesprochen vorkommendes Wort. Wer dämelt, der verhält sich kindisch oder ist einfach etwas verwirrt. Es könnte irgendwie mit dämmern zusammenhängen. Klugheit wird schließlich oft mit Licht und Helligkeit verglichen:

Er ist nicht ganz helle.

Ihr ging ein Licht auf.

Aber Genaueres kann ich dazu nicht anmerken. Ganz sicher ist jedoch, dass es auf dem besten Wege ist auszusterben. Wer heute Jugendliche mit Dämlack beleidigen möchte, wird vermutlich ausgelacht und bekommt ein „Was willst du denn, du Lauch!“ entgegen geschmettert. Dagegen kommt man mit einem Dämlack natürlich nicht mehr an.

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Ein Kommentar zu “Dämlack und Co.

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