Anglizismus des Jahres – die Wahl

Die Zeit der Abstimmung ist gekommen. Mach mit und wähle hier den Anglizismus des Jahres 2013.

Diese Kandidaten stehen zur Auswahl (daneben eine kurze Erläuterung meinerseits):

  • Whistleblower: Wörtlich ein „In-die-Pfeife-Bläser“. Jemand, der etwas enthüllt, aufdeckt oder wichtige Hinweise gibt. So wie Edward Snowden.
  • Selfie: Ein Foto, das aus der eigenen Hand von sich selbst gemacht wird. Sozusagen ein Selbstportrait.
  • Hashtag: Schlagwörter mit vorangestelltem Doppelkreuz. Wird in sozialen Netzen verwendet, um die Suche nach interessanten Themen zu erleichtern. (Beispiel: Hab bei #Sprachlupe gelesen, dass die Wahl zum #anglizismusdesjahres begonnen hat.)
  • Fake-: Wird allem vorangestellt, was dem/der Sprecherin irgendwie als Fälschung oder Täuschung erscheint. So kann man sich z. B. einen Fake-Profil bei Facebook einrichten (verschlüsselte oder vorgetäuschte Identität).
  • -gate: Wird angehängt, um Skandale zu betiteln. So wie Bridgegate im Zusammenhang mit dem US-Gouverneur Chris Christie im letzten Jahr.
  • Veggie Day: Gibt es in vielen Schreibvarianten und bezeichnet einen Tag, an dem sich Einrichtungen verpflichten, nur vegetarisches Essen anzubieten. Neu aufgekommen durch die Diskussion vor der Bundestagswahl 2013.
  • performen: Aus dem Englischen für ‚darbieten, präsentieren‘. Steht schon seit 2004 im Duden. Entweder umgangssprachlicher Jargon für z. B. einen musikalischen Auftritt (Morgen performt Fettes Brot in Bielefeld) oder im Finanzwesen (Die Aktien performen schlecht).
  • Thigh Gap: Zu deutsch Oberschenkel-Lücke. Bezeichnet die durchgängige Lücke bei geschlossenen Oberschenkeln. Kommt eher bei dünnen Menschen (Models) vor.
  • Big Data: Ganz, ganz riesige Mengen an Daten. Das Volumen beginnt bei Terabytes (1 Terabyte = 1.000.000.000.000 Bytes).
  • Cyber-: Vorangestellt. Laut Duden „die von Computern erzeugte virtuelle Scheinwelt betreffend“. Begriffe wie Cybersex kamen schon in den 90er Jahren auf.
  • Paywall: Bezahlmauer oder Bezahlschranke. Wird im WWW eingerichtet, um Nutzern Geld abzuknöpfen. Zum Beispiel werden manche Zeitungsartikel erst sichtbar, wenn der Kunde dafür gezahlt hat.

Zum Glück gibt es hier weder Fake-Informationen, noch habe ich eine Paywall eingerichtet. Also los, auf zur Wahl (ist nur ein Klick).

Internetseite zur Wahl

Internetseite zur Wahl

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