Tag des Waldmenschen

Das Jahresende naht mit krönendem Abschluss: Bleigießen, Böller, Bowle (hey, RTL-II-Niveau!). Silvester nennen wir den letzten Tag des Jahres und wissen vielleicht gar nicht, warum. Im letzten Artikel des Jahres 2013 möchte ich diesen Missstand ändern.

In nomine patris…

In nomine patris…

Silvester ist ein männlicher Vorname mit der Bedeutung ‚der Waldmensch‘ (lat. silvestris = ‚bewaldet‘). Handelt es sich etwa ursprünglich um ein Fest der Waldbewohner, die diesen Brauch in die Städte brachten und ihre Silvesterknaller aus Eicheln und Steinschleudern bastelten? Nein, Blödsinn. Der Name geht zurück auf Papst Silvester I., der vor knapp 1700 Jahren lebte und am 31. Dezember 335 verstarb. Als im 16. Jahrhundert der Kalender reformiert wurde, entschied man sich dafür, dass der letzte Tag des Jahres nun nicht mehr der 24., sondern der 31.12. sein sollte. Um den besagten Papst zu ehren, benannte man diesen Tag nach ihm.

So kam es, dass Silvester I. zum Patron für ein gutes neues Jahr wurde. Aber auch die Futterernte und Haustiere gehören zu seinen Spezialgebieten. Wenn er wüsste, dass Hunde und Katzen an seinem Ehrentag total am Rad drehen wegen der Knallerei, würde er sich mit Sicherheit im Grab umdrehen.

Lasst trotzdem ordentlich die Korken knallen und kommt mir gut ins neue Jahr. Die Sprachlupe freut sich auf ein Wiederlesen im Jahr 2014!

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