Sich nicht ins Bockshorn jagen lassen

…bedeutet soviel wie ’sich nicht einschüchtern lassen‘. Doch was hat es mit diesem Bockshorn auf sich? Was zum Teufel ist das?

Und wieder müssen wir lernen, dass 1. die Herkunft nicht gesichert ist, 2. es hier voraussichtlich nicht um irgendein Horn geht und es 3. im Mittelalter ganz schön verrückte Bräuche gab. Einer dieser Bräuche könnte der Namensgeber dieser Redewendung sein.

Bockshorn wäre demnach aus bockes hamo ‚Bocksfell‘ oder ‚Bockshemd‘ entstanden und könnte auf den Brauch des Ziegenfelltreibens verweisen: Mitten in der Nacht wurde das Opfer des Geschehens (das zuvor selbst als Bösewicht oder Halunke aufgefallen war) überfallen, in ein Hemd aus Ziegenfell gesteckt und verprügelt und/oder durch die Gegend getrieben. Diese Person wurde also ins Bockshemd gejagt, nicht ins Bockshorn.

Und es gibt noch weitere Ideen zur Herkunft, die mir aber zu unsicher erscheinen. Wer will, kann sie hier nachlesen.

Was für eine tolle Vorstellung. Lasst uns die Fieslinge nachts aus den Betten holen, sie in einem albernen Kostüm wild durch den Stadtteil schicken und mit ordentlichen Hieben versehen. Das wäre doch mal eine tatsächliche Abschreckung! Nun ja, dafür vielleicht nicht wirklich politisch korrekt…

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Ein Kommentar zu “Sich nicht ins Bockshorn jagen lassen

  1. Die Fieslinge sollte man besser in ein Lager stecken, wo ihnen der korrekte Gebrauch vom Genitiv und von „denn“ und „weil“ beigebracht wird, weil die machen das immer falsch 🙂

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