Unter einen Hut

Oh, mein Gott! Am Samstag will ich in meinen Geburtstag hinein feiern – aber werde ich dieses Mal alle Gäste unter einen Hut bekommen?

Manchmal wollen wir etwas oder jemanden unter einen Hut bekommen, kriegen oder bringen. Auf Personen bezogen beschreibt es meist, dass ein Termin schwer zu finden sein wird. Reden wir über Dinge, so handelt es sich meist um viele Aufgaben, die nur schwerlich von einer Person allein erledigt werden können: Wie soll ich das alles noch vor der Feier unter einen Hut bringen???

Die Herkunft ist zwar unbekannt, aber wir wissen zumindest, dass die Redewendung einem Bedeutungswandel unterlegen hat. Ursprünglich wollte man damit nämlich etwas anderes sagen: Mehrere Leute unter einen Hut zu kriegen meinte früher, dass man sie zu einer einstimmigen Meinung oder Absicht führen wollte: Eine Kopfbedeckung, ein Konsens. Der übertragene Hut sitzt sozusagen auf einem Kollektivkopf. Laut Foren im Internet (es gibt leider keine gesicherten Quellen) war mit dem Hut z.B. die Mitra eines Bischofs gemeint, also das hübsche Mützchen, wie der Papst es trägt. Oder eben die Krone eines Herrschers, beispielsweise eines Königs.

Ja, dann werde ich mal zusehen, dass ich zwar alle Gäste an einen Tisch, aber hoffentlich nicht auf einen gemeinsamen Nenner bringen werde. Sonst gibt’s ja nichts zu diskutieren.

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Ein Kommentar zu “Unter einen Hut

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