Geb den regelmäßigen Verben eine Chance!

Bastian Sick würde lauthals losschreien, wenn er den Fehler in der Überschrift sähe. Doch wir können uns nicht dagegen wehren – auch vor den Imperativen macht der Sprachwandel keinen Halt. Umgangssprachlich werden schon viele unregelmäßige Imperative regelmäßig gebildet, wie ihr am Foto erkennen könnt:

Hausgemachte Leckereien in Hamburg-Winterhude

Stellt nicht diese Art der Imperativbildung einen klaren Vorteil dar? So wie

sagen: sag(e)!
hoffen: hoffe!
machen: mach(e)!

könnte es dann bald heißen:

werfen: werf(e)!
lesen: les(e)!
sprechen: sprech(e)!

Und es wird kommen, die Frage ist nur, wann. Umgangssprachlich sind wir auf dem besten Wege dahin, denn der Wandel von starken zu schwachen Verben vollzieht sich immer in dieser Reihenfolge:

Imperativ – Präsens – Präteritum – Konjunktiv II – Partizip II

Daher gibt es heute besonders viele regelmäßig gebildete Imperativformen und im Vergleich dazu noch relativ wenige regelmäßige Partizip-II-Formen.

Komm & iss bei Nes wäre heute zwar (noch) korrekt, aber damit wäre auch der Reim dahin. Sterb* nicht, schöne Poesie!

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