Einen Strich durch die Rechnung machen

„Ja“, könntet ihr jetzt sagen, „das ist ja einfach!“ Richtig, die Redewendung ist sehr bildlich und daher hat man auch schnell eine Vorstellung davon, was sich dahinter verbergen könnte.

Gastwirte haben im Mittelalter einen Strich durch die Rechnung des Gastes gezogen, um diese als beglichen und ungültig zu markieren. Wenn nun aber der Gast selbst Hand anlegte und den Bewirtungsbeleg durch einen Strich für bezahlt erklärte, blieb der Wirt auf seiner Rechnung sitzen und musste demnach mit den negativen Konsequenzen leben.

Daher nutzen wir diese Wendung auch heute noch gern, weil sie wunderbar ausdrückt, dass uns etwas ordentlich vermiest und verhagelt wurde:

  • Der Regen hat unseren Plänen fürs Wochenende einen Strich durch die Rechnung gemacht.
  • Ich wollte so gern Urlaub nehmen, aber mein Chef hat mir einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht.

Ein dicker Strich gibt dabei einen gesteigerten Frustrationsgrad an.

Das alte System mit dem Durchstreichen hat sich also nicht durchgesetzt. In heutigen Zeiten, in denen eine elektronische Kasse alles registriert, muss man sich etwas anderes überlegen, wie man die Zeche prellen kann. Oder man bezahlt, das geht natürlich auch.

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